Ausgelaufene Batterie: Die weiße Kruste ist gefährlicher als gedacht

Weißer Belag im Batteriefach gibt berechtigten Anlass zur Sorge

Beim Öffnen der Fernbedienung nach längerer Nichtbenutzung erwarten Sie vermutlich leere Batterien. Doch häufig zeigt sich dort eine merkwürdige weiße oder grünliche Kruste, die an Kristalle erinnert. Dieses Phänomen hat eine eindeutige Ursache und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

In deutschen Haushalten begegnen zahlreiche Menschen dem Problem auslaufender Batterien. Besonders betroffen sind Spielzeug nach Weihnachten, Taschenlampen im Keller oder eben Fernbedienungen, die wochenlang unbenutzt bleiben. Dennoch wissen die wenigsten, welche Substanz da eigentlich austritt und ob der Kontakt gesundheitliche Risiken birgt.

Diese Kruste besteht aus reaktiver Chemie – nicht nur aus oxidiertem Metall

Der Elektrolyt im Batterieinneren entweicht durch winzige Risse nach außen. Ältere Zinkbatterien besitzen eine Hülle, die mit der Zeit korrodiert. Bleibt die Zelle längere Zeit ungenutzt, bilden sich Brüche im Zink und die innere Flüssigkeit tritt aus.

Bei klassischen Zink-Kohle-Typen handelt es sich meist um Ammoniumchlorid. Alkalibatterien enthalten hingegen Kaliumhydroxid, das noch aggressiver wirkt. Beide Substanzen kristallisieren beim Trocknen und bilden den charakteristischen Belag.

Kaliumhydroxid kann chemische Verätzungen verursachen

Bei normalem Hautkontakt besteht keine akute Lebensgefahr, doch harmlos ist die Substanz keinesfalls. Kaliumhydroxid wirkt ätzend auf die Haut und Ammoniumchlorid reizt die Schleimhäute erheblich.

Gelangt die Substanz in Augen oder Mund, drohen chemische Gewebeschäden. Bei kleinen Kindern ist das Risiko deutlich erhöht, da ihre Haut empfindlicher reagiert und sie sich nach Berührung häufig ins Gesicht fassen. Fachleute empfehlen deshalb bei jedem Kontakt mit ausgelaufenem Elektrolyt sofortiges Handeln.

So reinigen Sie das Batteriefach sicher und ohne Gefahr

Handschuhe sind absolute Pflicht. Einweg-Plastikhandschuhe genügen, doch Gummihandschuhe bieten noch besseren Schutz. Entnehmen Sie die Batterie vorsichtig und legen Sie diese beiseite – auf keinen Fall in den normalen Hausmüll.

Das Fach reinigen Sie mit einem feuchten Tuch oder Wattestäbchen. Elektrolyte lösen sich in Wasser auf, sodass leichtes Abwischen ausreicht. Hat sich die Kruste an den Kontakten festgesetzt, können Sie diese behutsam mit einem Wattestäbchen abreiben, bis das Metall wieder glänzt.

Wischen Sie die Ablagerungen niemals trocken ab, wirbeln Sie sie nicht in die Luft und berühren Sie diese nicht mit bloßen Händen. Sollte die Substanz dennoch auf die Haut gelangen, spülen Sie die Stelle mit reichlich kaltem Wasser ab und beobachten Sie mögliche Rötungen.

Moderne Batterien laufen seltener aus, sind aber nicht unfehlbar

Heutige Hersteller verwenden bessere Dichtungen, stabilere Gehäuse und hochwertigere Materialien. Alkalibatterien haben sich als Standard durchgesetzt, weil sie deutlich seltener Probleme verursachen.

Dennoch lässt sich das Auslaufen nicht vollständig vermeiden. Besonders wenn Batterien jahrelang im Gerät verbleiben oder extremen Temperaturen ausgesetzt werden. Der beste Schutz liegt in der Vorbeugung – entfernen Sie einfach die Batterien aus allem, was längere Zeit nicht genutzt wird.

Ausgelaufene Batterien gehören nicht in die Mülltonne

Jeder Supermarkt und jedes Elektronikgeschäft in Deutschland ist verpflichtet, gebrauchte Batterien anzunehmen. Dort finden Sie spezielle Sammelboxen, häufig direkt am Eingang.

Selbst ausgelaufene oder beschädigte Zellen können Sie dort bedenkenlos abgeben. Dies schützt sowohl die Umwelt als auch die menschliche Gesundheit, denn die unkontrollierte Entsorgung von Batterien führt zum Austritt von Schwermetallen in Boden und Grundwasser. Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter – ein paar zusätzliche Schritte haben große Bedeutung.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

Scroll to Top