Warum ich kein Spülmittel mehr kaufe – Diese Mischung funktioniert perfekt

Immer mehr Menschen verzichten auf herkömmliche Spülmittel aus dem Supermarkt und setzen auf eine einfache hausgemachte Alternative aus wenigen Zutaten, die jeder in der Küche hat.

Dabei geht es nicht nur ums Geld sparen. Eine wichtige Rolle spielen auch die Pflege der Hände und der Wunsch, die Berge von Plastikflaschen zu reduzieren, die nach jedem vermeintlichen Schnäppchen aus der Drogerie im Müll landen.

Die versteckten Nachteile von konventionellem Geschirrspülmittel

Das übliche Spülmittel aus dem Laden besteht aus einer Kombination starker Tenside, Duftstoffe und Farbstoffe. Es funktioniert zuverlässig, belastet aber Umwelt und Abwassersystem erheblich. Bei empfindlichen Menschen kann es außerdem die Haut stark reizen. Hinzu kommt die Plastikverpackung, die häufig gar nicht in echten Recyclingprozessen landet.

Deshalb probieren mittlerweile viele Haushalte einfachere Rezepturen aus. Eine davon nutzt ausschließlich Rohstoffe, die Sie problemlos in der heimischen Vorratskammer oder im Regal mit ökologischen Produkten finden.

Selbstgemachtes Spülmittel aus drei Komponenten: pflanzliche Flüssigseife, Natron und Waschsoda. Günstig, wirksam und ohne aggressive Chemie.

Drei Zutaten ersetzen gekauftes Spülmittel komplett

Pflanzenseife – die Basis der Mischung

Die Grundlage des Rezepts bildet Flüssigseife auf Basis pflanzlicher Öle, meist Oliven- oder Leinöl. In deutschen Geschäften finden Sie diese häufig als Kaliseife, flüssige Schmierseife oder Haushaltsseife.

  • sanft zur Haut der Hände
  • löst Fett wirksam auf
  • hinterlässt keine fettige Schicht auf Tellern
  • biologisch abbaubar

Dank ihrer pflanzlichen Zusammensetzung zersetzt sich dieses Produkt deutlich schneller als typische Tenside, was Gewässer und Kläranlagen weniger belastet.

Natron – sanftes Scheuern und Geruchsneutralisierung

Die zweite Zutat ist das bekannte Natron aus der Küche. Im Spülmittel erfüllt es die Funktion eines milden Scheuermittels und Geruchsneutralisierers. Es hilft beim Entfernen eingetrockneter Essensreste, ohne empfindliche Oberflächen wie Glas oder Keramik zu zerkratzen.

Ein Bonus ist die Tatsache, dass Natron hervorragend gegen unangenehme Gerüche wirkt. Tassen nach Kaffee oder Instantsuppen erhalten so ihre Frische zurück, ohne aggressive Chemie einsetzen zu müssen.

Waschsoda – der Fettvernichter schlechthin

Die dritte Zutat ist Waschsoda, oft als Natriumcarbonat verkauft. Es ist stärker als normales Natron und bewährt sich überall dort, wo intensive Fettverschmutzungen auftreten.

Bei Kontakt mit Fett unterstützt es dessen Umwandlung in eine leicht wasserlösliche Substanz. Fettige Töpfe und Pfannen werden dadurch schneller sauber und in den Rohren setzen sich weniger Ablagerungen fest.

So stellen Sie hausgemachtes Spülmittel Schritt für Schritt her

Für die Grundversion des Rezepts benötigen Sie lediglich eine leere Flasche von altem Spülmittel, einen Trichter und etwas Geduld. Die Verhältnisse sind einfach und die Zutaten leicht erhältlich in Supermärkten, Drogerien oder Bioläden.

Schnelle Version – etwa 500 ml Spülmittel

  • 1 Esslöffel Natron
  • 1 Esslöffel Waschsoda
  • etwa 2 cm hohe Schicht flüssige Pflanzenseife am Flaschenboden
  • heißes Leitungswasser

Geben Sie zuerst Natron und Waschsoda in die leere Flasche. Dann gießen Sie Pflanzenseife hinzu, sodass am Boden eine Schicht von etwa zwei Zentimetern Höhe entsteht. Füllen Sie mit heißem Wasser auf und lassen Sie oben etwas Platz.

Verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie sie einige Sekunden kräftig. Die Sodakristalle sollten sich auflösen und das Mittel eine gleichmäßige Konsistenz erhalten. Nach dem Abkühlen können Sie es normal zum Geschirrspülen verwenden.

Das Mittel schäumt nicht so intensiv wie das aus dem Laden, aber Teller, Gläser und Töpfe werden sauber, glänzend und ohne fettigen Film.

Luxusvariante – dickflüssiger und schaumiger

Für Liebhaber üppigen Schaums gibt es eine erweiterte Rezeptvariante mit Zugabe von fester Seife. In der Praxis entsteht eine cremigere und dickere Konsistenz.

  • 800 ml heißes Wasser
  • 1 Esslöffel flüssige Pflanzenseife
  • 1 Esslöffel Waschsoda
  • 1 Esslöffel Natron
  • etwa 50 g geriebene feste Seife auf Pflanzenbasis

Geben Sie die geriebene feste Seife in eine Schüssel, fügen Sie flüssige Seife, Waschsoda und Natron hinzu. Übergießen Sie alles mit heißem Wasser und rühren Sie, bis sich die Seife aufgelöst hat. Füllen Sie die Mischung in eine Flasche und lassen Sie sie über Nacht stehen.

Am nächsten Tag ist das Mittel dickflüssiger. Ergänzen Sie die Flasche mit etwas kaltem Wasser, schütteln Sie gut durch – und Sie können Geschirr spülen. Diese Menge reicht für lange Wochen normaler Nutzung.

Lohnt sich der Aufwand wirklich?

Die häufigste Frage lautet: Spült das selbstgemachte Mittel genauso gut wie das professionelle aus der Werbung? Nach mehreren Wochen regelmäßiger Anwendung ist der Unterschied bei normalem Geschirr praktisch nicht wahrnehmbar. Fett verschwindet, Glas hat keine Schlieren, auf Tellern bleibt keine klebrige Schicht zurück.

Bei stark angebrannten Töpfen hilft gelegentlich zusätzliches Einweichen oder eine separate Paste aus Natron, aber ähnlich verhält es sich auch bei teuren Produkten aus dem Geschäft.

Beim Kauf der Rohstoffe in größeren Gebinden sinkt der Preis pro Liter selbstgemachtes Mittel auf wenige Cent, was sich auf der Rechnung wirklich bemerkbar macht.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich im Bad und in der Küche – die Hände trocknen weniger aus und die Haut brennt auch nach längerem Spülen ohne Handschuhe nicht.

Was ist mit Ökologie und Sicherheit?

Die hausgemachte Mischung ist nicht neutral wie Wasser, belastet aber die Umwelt deutlich weniger als herkömmliche Drogeriechemie. Weniger aggressive Tenside im Abwasser bedeuten geringeren Druck auf Kläranlagen, Flüsse und Seen.

Wichtig ist auch die Verpackungsfrage. Eine langlebige Flasche, die Sie aus Vorräten von Soda und Seife in großen Kartons oder Kanistern nachfüllen, erzeugt wesentlich weniger Abfall als regelmäßiges Kaufen kleiner Flaschen aus dem Supermarkt.

Beachten Sie jedoch, dass Waschsoda stärker ist als Natron. Bewahren Sie es außerhalb der Reichweite von Kindern auf und atmen Sie bei der Zubereitung der Mischung nicht das Pulver aus der Verpackung ein. Für sehr empfindliche Haut können Sie die Menge reduzieren und den Seifenanteil erhöhen.

Praktische Tipps aus der Küche

Menschen, die auf hausgemachtes Spülmittel umgestiegen sind, bemerken oft eines: Die Tatsache, dass etwas nicht wie in der Werbung schäumt, bedeutet keineswegs, dass es schlechter reinigt. Eine kleine Menge genügt und zu großzügiges Dosieren verlängert nur das Abspülen.

Wenn Sie mehrmals täglich von Hand spülen, können Sie eine kleine Flasche am Spülbecken haben und den Rest des Mittels im Schrank aufbewahren, von wo aus Sie nachfüllen. So kontrollieren Sie den Verbrauch besser und verwenden nicht unnötig viel auf einmal.

Für diejenigen, die Duft mögen, ist es am sichersten, einige Tropfen natürliches ätherisches Öl hinzuzufügen, gut verdünnt im Mittel. Wählen Sie nur Öl, das für Kontakt mit Küchenoberflächen empfohlen wird, nicht Produkte ausschließlich für Duftlampen.

Wann macht selbstgemachtes Spülmittel am meisten Sinn

Diese einfache Mischung bewährt sich besonders in Haushalten, wo viel von Hand gespült wird: bei kleiner Spülmaschine, in kleineren Familien oder in Single-Wohnungen. Die Vorteile sind auch dort deutlich, wo jemand empfindliche oder atopische Haut hat und Kontakt mit starker Chemie einschränken muss.

Für Menschen, die die Spülmaschine nur gelegentlich nutzen, kann das hausgemachte Mittel zum Standardprodukt am Spülbecken werden. Der Unterschied bei Kosten und Menge weggeworfenen Plastiks nach einigen Monaten kann wirklich überraschen – im allerbesten Sinne des Wortes.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

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