Osteoporose vor 65: Alarmsignale, die Sie kennen müssen

Was Osteoporose wirklich bedeutet und warum sie so lange unbemerkt bleibt

Bei Osteoporose werden die Knochen allmählich porös und verlieren ihre Festigkeit. Über Jahre hinweg schwindet die Knochendichte still und heimlich, ohne dass Schmerzen auftreten. Betroffene fühlen sich weitgehend gesund und gehen ihrem Alltag nach – während im Inneren die Skelettstruktur zunehmend brüchiger wird. Erst bei einem scheinbar harmlosen Sturz kommt es dann zur Fraktur, nicht selten am Oberschenkelhals mit gravierenden Folgen.

Klassischer Verlauf: jahrelang keinerlei Beschwerden, dann ein unbedeutender Stolperer und plötzlich ein Knochenbruch, der die fortgeschrittene Erkrankung offenbart.

Die Osteodensitometrie, auch DEXA-Messung genannt, ist eine schnelle und schmerzfreie Untersuchung zur Bestimmung der Knochendichte. Das Ergebnis zeigt präzise, ob Ihre Knochen stabil sind, ob bereits eine Osteopenie vorliegt – die Vorstufe zur Osteoporose – oder ob die Erkrankung schon voll ausgeprägt ist. Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt: nicht erst nach einem schweren Unfall.

Nach dem fünfzigsten Lebensjahr hat jede zweite Frau geschwächte Knochen, ohne davon zu wissen. Die Knochendichtemessung wird allerdings standardmäßig erst ab 65 Jahren empfohlen. Für viele Betroffene ist das schlicht zu spät.

Das beunruhigendste Warnsignal: Fraktur nach geringfügigem Stoß

Wenn ein Knochen bei etwas bricht, was ihm unter normalen Umständen nichts anhaben sollte, ist das ein deutliches Alarmsignal. Gemeint sind Situationen wie ein Sturz aus dem Stand auf ebener Fläche, Stolpern in der Wohnung oder das Anstoßen an Möbeln während alltäglicher Verrichtungen.

Bei Menschen mit normaler Knochendichte endet so etwas höchstens mit einem blauen Fleck oder kurzzeitigem Schmerz – keinesfalls mit einem Bruch. Kommt es dennoch zur Fraktur, deutet das auf erheblich verminderte Knochenfestigkeit hin.

Jeder Knochenbruch nach minimalem Trauma bei Erwachsenen, besonders ab fünfzig, sollte Anlass für eine Osteodensitometrie sein.

Schwindende Körpergröße und gekrümmter Rücken

Nicht nur Schmerzen sind besorgniserregend, sondern auch verlorene Zentimeter. Wenn Sie bemerken, dass Sie im Vergleich zu Ihrer Größe im jungen Erwachsenenalter mehrere Zentimeter kleiner geworden sind, schieben Sie das nicht einfach auf das Älterwerden.

Solch ein Größenverlust kann durch kleine, oft symptomlose Wirbelbrüche verursacht werden. Die Wirbelsäule sackt regelrecht zusammen und die Körperhaltung nimmt jene charakteristische Rundung an – den sogenannten Witwenbuckel oder eine stark gekrümmte Brustwirbelsäule.

Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn:

  • Sie innerhalb weniger Jahre mehrere Zentimeter an Größe verlieren,
  • Ihr Rücken sich deutlich nach vorne wölbt,
  • plötzliche oder chronische Schmerzen im Brust- oder Lendenbereich ohne konkreten Unfall auftreten.

Frühe Wechseljahre – wenn die Knochen ihren Schutzschild verlieren

Geschlechtshormone, insbesondere Östrogene, wirken wie ein natürlicher Schutzschild für das weibliche Skelett. Sobald ihr Spiegel rapide absinkt, beschleunigt sich der Knochenabbau – vor allem in den ersten Jahren nach der letzten Menstruation.

Eine Menopause vor dem vierzigsten Lebensjahr erhöht das Risiko für frühe Osteoporose erheblich und ist einer der wichtigsten Gründe für eine vorgezogene Knochendichtemessung.

Das Risiko steigt sowohl bei natürlicher Menopause als auch bei medizinisch herbeigeführter – etwa durch Entfernung der Eierstöcke, Chemotherapie oder Strahlentherapie. In solchen Fällen empfehlen Mediziner zunehmend eine Kontrolle der Knochendichte deutlich vor dem 65. Lebensjahr und erwägen Hormontherapie oder andere Maßnahmen zum Knochenschutz.

Sehr niedriges Körpergewicht – wenn Schlankheit in Untergewicht umschlägt

Das Körpergewicht hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Knochenzustand. Menschen mit sehr niedrigem BMI haben oft von vornherein weniger Knochen- und Muskelmasse. Hinzu kommt eine geringere Aufnahme von Kalorien, Proteinen, Kalzium und Vitamin D.

Bei sehr schlanken Frauen nach den Wechseljahren sollte eine Osteodensitometrie vor dem 65. Lebensjahr zum Standard gehören – insbesondere wenn unregelmäßige oder ausbleibende Menstruationszyklen, Essstörungen oder langfristige Eliminationsdiäten hinzukommen.

Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden – der stille Feind der Knochen

Glukokortikoide, umgangssprachlich Steroide genannt, retten Leben bei vielen entzündlichen und Autoimmunerkrankungen. Sie haben jedoch eine gravierende Nebenwirkung: Bei längerer Anwendung beschleunigen sie den Knochenschwund.

Eine systemische Kortikosteroid-Therapie über mehr als etwa drei Monate ist ein starkes Signal, mit dem Arzt über Osteoporose-Prävention zu sprechen und eine frühe Knochendichtemessung zu erwägen.

Steroide hemmen die Bildung neuer Knochenzellen und beschleunigen gleichzeitig den Abbau alter Strukturen. Ohne entsprechende Unterstützung – Kalzium- und Vitamin-D-Supplementierung, Lebensstiländerungen oder eventuell knochenschützende Medikamente – können sie zu rasanter Osteoporose-Entwicklung führen.

Erkrankungen, die das Skelett unbemerkt schwächen

Manche Krankheiten wirken unauffällig auf die Knochen ein, oft über viele Jahre hinweg. Zu den bedeutendsten zählen:

  • Schilddrüsenüberfunktion – beschleunigt den Stoffwechsel einschließlich des Knochenumbaus, sodass die Erneuerung nicht Schritt halten kann,
  • Rheumatoide Arthritis – chronische Entzündungen rauben den Knochen ihre Dichte und Schmerzen schränken Bewegung ein, was die Situation verschlimmert,
  • Chronische Leber- und Nierenerkrankungen – beeinträchtigen die richtige Verwertung von Vitamin D und Kalzium, die für den Knochenaufbau unverzichtbar sind,
  • Resorptionsstörungen im Darm wie Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen – der Organismus erhält nicht genug Mineralstoffe aus der Nahrung.

Bei diesen Diagnosen beziehen Ärzte immer häufiger die Kontrolle der Knochendichte in die routinemäßige Patientenüberwachung ein. Der Besuch beim Spezialisten und das Gespräch über eine Osteodensitometrie haben große Bedeutung – auch vor Erreichen des 65. Lebensjahres.

Schwache Knochen in der Familie – auch Gene haben ein Wörtchen mitzureden

Wenn ein Elternteil sich bei einem leichten Sturz den Oberschenkelhals gebrochen hat oder eine sogenannte Niedrigenergie-Fraktur erlitt, steigt das Risiko für Skelettprobleme bei den Nachkommen. Die Genetik entscheidet zu einem großen Teil über die Qualität unserer körperlichen Stützstruktur.

Eine familiäre Vorgeschichte von Hüft- oder Wirbelsäulenfrakturen nach geringen Traumata ist ein klarer Grund, nicht bis zum Rentenalter mit der Diagnose zu warten.

Bei solcher Familienhistorie lohnt es sich, die eigenen Risikofaktoren zusammenzutragen – Körpergewicht, Lebensstil, Medikamente, chronische Erkrankungen – und sie mit dem Hausarzt oder Gynäkologen zu besprechen. Oft genügt bereits das Gespräch, um eine Überweisung zur DEXA-Messung zu erhalten.

Alltägliche Gewohnheiten, die Knochen stillschweigend zerstören

Am Zustand unseres Skeletts arbeiten wir über viele Jahre. Zwei Dinge beschleunigen dessen Schwächung besonders:

  • Zigarettenrauchen – Giftstoffe aus dem Rauch schädigen die Durchblutung und greifen Knochenzellen direkt an,
  • Übermäßiger Alkoholkonsum – stört die Kalziumaufnahme, schwächt knochenaufbauende Zellen und erhöht das Sturzrisiko.

Hinzu kommen Bewegungsmangel sowie zu geringe Zufuhr von Kalzium, Proteinen und Vitamin D. Knochen brauchen mechanische Belastung, um ihre Dichte zu bewahren. Spazierengehen, Nordic Walking, Tanzen, Krafttraining mit leichten Gewichten – jede dieser Aktivitäten sendet das Signal: „Dieses Skelett wird genutzt, es muss gestärkt werden.“

Wann eine frühere Knochendichtemessung wirklich sinnvoll ist

Zum Gespräch mit dem Arzt über eine Knochendichtemessung vor dem 65. Lebensjahr sollten Sie sich besonders ermutigt fühlen, wenn mehrere der folgenden Umstände auf Sie zutreffen:

  • Knochenbruch nach minimalem Trauma,
  • deutlicher Größenverlust, gekrümmter Rücken, chronische Rückenschmerzen,
  • frühe oder künstlich herbeigeführte Wechseljahre,
  • BMI unter 19 oder langfristiges, ausgeprägtes Untergewicht,
  • chronische Kortikosteroid-Behandlung,
  • Erkrankungen, die Knochen schwächen, etwa Schilddrüsenüberfunktion, rheumatoide Arthritis, chronische Leber- oder Nierenerkrankung,
  • Hüft- oder Wirbelsäulenfrakturen in der engsten Familie,
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum verbunden mit geringer körperlicher Aktivität.

Wenn Sie sich in dieser Aufzählung bei mehreren Punkten wiedererkennen, macht es keinen Sinn, auf eine magische Altersgrenze zu warten. Hausarzt, Internist, Gynäkologe oder Endokrinologe können das Gesamtrisiko einschätzen und über eine Überweisung zur DEXA-Messung entscheiden.

Was folgt, wenn die Untersuchung schwache Knochen zeigt

Falls das Ergebnis Osteopenie oder Osteoporose offenbart, gibt es immer noch vieles, was getan werden kann. Der Arzt empfiehlt üblicherweise:

  • Ernährungsanpassung – mehr kalziumreiche Lebensmittel wie fermentierte Milchprodukte, grünes Gemüse, stark mineralisiertes Wasser, ausreichend Proteine und Vitamin D,
  • regelmäßige Bewegung – kräftigende Übungen, Gleichgewichtstraining, Gehen, Tanzen und möglichst leichte Widerstandsbelastungen,
  • Gespräch über medikamentöse Therapie – einschließlich Hormonbehandlung bei Frauen in der Perimenopause oder Medikamente, die direkt den Knochenschwund bremsen.

In vielen europäischen Ländern übernimmt das Gesundheitssystem die DEXA-Untersuchung teilweise bei Personen mit erhöhtem Risiko. Praktisch bedeutet das: Bei Erfüllung bestimmter Kriterien müssen Sie die Diagnoseleistung nicht vollständig selbst bezahlen. Fragen Sie Ihren Arzt, wann mit Kostenübernahme zu rechnen ist und wie oft Wiederholungsuntersuchungen sinnvoll sind.

Wie Sie täglich selbst für Ihre Knochen sorgen können

Osteoporose entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Das gibt Raum für vernünftige Vorsorgemaßnahmen. Einige einfache Schritte senken das Risiko nachweislich:

  • Reduzierung der gerauchten Zigaretten und idealerweise vollständiger Rauchstopp,
  • Alkoholkonsum in sicheren, niedrigeren Grenzen halten,
  • mindestens 30 Minuten Bewegung an den meisten Tagen der Woche,
  • Vitamin-D-Spiegel durch Bluttest ermitteln und gegebenenfalls nach ärztlicher Rücksprache supplementieren,
  • sichere W

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    • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

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