3 einfache Schritte gegen Bakterien in der Spülmaschine

Das Problem liegt tiefer als gedacht

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen deutlich: Nahezu jede häusliche Spülmaschine entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem regelrechten Refugium für Bakterien und Schimmelpilze – darunter auch Hefen und sogenannte Schwarzhefen. Das ist kein Grund zur Panik, sollte aber Anlass für eine bewusste Pflege des Geräts sein, das schließlich reinigen und nicht zusätzliche Mikroben verteilen soll.

Warum Spülmaschinen zum Paradies für Mikroorganismen werden

Die Bedingungen im Inneren einer Spülmaschine sind für Mikroorganismen geradezu ideal: Wärme, Feuchtigkeit, regelmäßige Zufuhr von Essensresten und chemischen Substanzen. Hinzu kommt die alkalische Reaktion des Wassers, das Regeneriersalz und die Phasen, in denen das geschlossene Gerät langsam trocknet.

Forscher, die dutzende Haushaltsgeräte untersucht haben, entdeckten an sämtlichen Gummidichtungen dichte Schichten von Biofilm – eine glitschige, schwer zu entfernende „Kruste“ aus Bakterien, Pilzen und deren Schutzsubstanzen. Zu den häufigsten Funden gehörten:

  • Bakterien der Gattungen Pseudomonas und Escherichia, bekannt für Infektionen bei geschwächten Personen,
  • verschiedene Hefepilzarten der Gattung Candida,
  • Schwarzhefen, die in heißem und feuchtem Milieu besonders gut gedeihen.

Für gesunde Menschen stellt der Kontakt mit solchen Mikroben in der Regel kein ernsthaftes Risiko dar. Anders verhält es sich bei Haushaltsmitgliedern mit deutlich geschwächtem Immunsystem, nach Transplantationen oder während belastender onkologischer Behandlungen.

Eine Spülmaschine kann optisch makellos erscheinen und dennoch an Dichtungen sowie in verborgenen Ecken einen dichten Biofilm beherbergen, der gewöhnlichen Spülprogrammen und Standardreinigern trotzt.

Weshalb das Eco-Programm nicht immer ausreicht

Immer häufiger greifen Haushalte zu sparsamen Programmen mit niedrigerer Temperatur – wegen geringerer Kosten und aus Rücksicht auf die Umwelt. Das ergibt durchaus Sinn, hat aber seine Schattenseiten. Zyklen bei 30–45 °C vernichten hartnäckige Biofilme nicht zuverlässig. Die Spülmaschine verwandelt sich dadurch mit der Zeit in eine Art Reservoir für Mikroorganismen, besonders wenn heiße Programme nur selten laufen und die regelmäßige Reinigung vernachlässigt wird.

Dazu kommen die feuchten Bedingungen nach dem Spülgang. Bleibt das Gerät dicht verschlossen, hält sich heißer Dampf im Inneren und Bakterien sowie Schimmelpilze erhalten optimale Bedingungen für weitere Vermehrung an Dichtungen, Filter und Sprüharmen.

Was passiert beim Öffnen der Tür direkt nach dem Spülgang

Viele Menschen öffnen die Spülmaschine gern unmittelbar nach Programmende, wenn das Geschirr noch sehr heiß ist. In diesem Moment entweicht dichter Dampf nach draußen. Experten weisen darauf hin, dass zusammen mit diesem Dampf winzige Biofilm-Partikel und Schimmelsporen in die Küchenluft gelangen können. Bei schlechter Belüftung setzen sich Teile der Mikroorganismen einfach auf umliegenden Oberflächen ab.

Einen ähnlichen Mechanismus offenbarten auch Versuche mit Schwämmen und Spülbürsten: Alles, was lange feucht und warm bleibt, sammelt deutlich mehr Bakterien als Gegenstände, die zwischen den Einsätzen gründlich trocknen können.

Eine gut gepflegte und regelmäßig gereinigte Spülmaschine ist wesentlich weniger ein „mikrobieller Kessel“ als ein Gerät, das jahrelang keine gründliche Innenreinigung erfahren hat.

Drei wesentliche Schritte für echte Verbesserung

1. Türdichtung: täglicher Magnet für Schmutz und Feuchtigkeit

Die Gummidichtungen rund um die Tür sind beliebte Orte für Hefen und schwarze Ablagerungen. Hier sammeln sich Essensreste, Schaum vom Reinigungsmittel und kondensierter Dampf.

Ein einfaches Reinigungsritual:

  • Wischen Sie die Dichtung einmal wöchentlich mit einem weichen Tuch ab, das in warmem Wasser mit etwas Essig getränkt ist.
  • Bei stärkerer Verschmutzung verwenden Sie eine alte Zahnbürste und eine Essig-Wasser-Lösung.
  • Ist die Ablagerung fettig, geben Sie etwas mildes Spülmittel hinzu.
  • Trocknen Sie die Dichtung gründlich mit Küchenpapier ab.

Die saure Lösung stört das alkalische Milieu, das Schimmelpilzen zuträglich ist, während mechanisches Schrubben den eigentlichen Biofilm entfernt, den normale Spülprogramme nicht beseitigen.

2. Filter und Bodenkammer: erste Verteidigungslinie

Der Spülmaschinenfilter fängt Essensreste, Kerne und Folienstücke auf. Ist er verstopft, zirkuliert das Wasser schlechter, die Spülmaschine reinigt weniger wirksam und in den Filterfalten vermehren sich anaerobe Bakterien, die für intensiven, unangenehmen Geruch verantwortlich sind.

Die einfachste Vorgehensweise:

  • Entnehmen Sie den Filter nach Programmende und Trennen des Geräts vom Netz.
  • Entfernen Sie größere Reste in den Mülleimer, nicht ins Spülbecken.
  • Waschen Sie den Filter in sehr heißem Wasser mit Spülmittel, verwenden Sie eine Bürste oder einen Schwamm.
  • Spülen Sie ab und streuen Sie gegebenenfalls leicht Natron darüber, um Gerüche zu neutralisieren.
  • Reinigen Sie den Kammerboden von sichtbaren Ablagerungen und setzen Sie erst dann alles wieder zusammen.

Ein solcher Eingriff einmal wöchentlich kann die Frische des gesamten Geräts radikal verbessern und verhindert, dass Ablagerungen eine dicke, schwer entfernbare Schicht bilden.

3. Sprüharme und heißer Leerlauf-Zyklus

Die Sprüharme verteilen das Wasser in der gesamten Spülmaschine. Verstopfen ihre Öffnungen, wird das Geschirr nicht richtig sauber und im Geräteinneren wachsen Kolonien von Mikroorganismen, die der starke Wasserstrahl überhaupt nicht erreicht.

Einmal monatlich lohnt es sich:

  • die Sprüharme gemäß Herstelleranleitung zu demontieren,
  • sie unter fließendem Wasser durchzuspülen,
  • Ablagerungen aus den einzelnen Öffnungen mit einer Nadel oder einem Zahnstocher zu entfernen,
  • sie zu trocknen und wieder einzusetzen.

Nach dieser Reinigung starten Sie ein heißes Programm ohne Geschirr bei mindestens 60 °C. Ein cleverer Trick: Geben Sie eine abgemessene Menge Zitronensäure in die Kammer. Sie hilft, Kalkablagerungen und Teile der Rückstände aufzulösen, die die ordnungsgemäße Funktion behindern und die Ansiedlung von Biofilm begünstigen.

Ein heißer Leerlauf-Zyklus pro Monat wirkt wie ein „hygienischer Neustart“ der Spülmaschine – besonders wenn Sie normalerweise nur Sparprogramme verwenden.

Wie Sie die Vermehrung von Mikroorganismen täglich eindämmen

Neben den drei Hauptschritten lohnt es sich, einige kleine Gewohnheiten einzuführen: Geschirr vor dem Einräumen grob abspülen, um Essensreste zu minimieren. Die Tür nach dem Spülgang einen Spalt offen lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Vermeiden Sie es, schmutziges Geschirr tagelang in der geschlossenen Maschine zu lagern – das schafft ideale Bedingungen für mikrobielle Vermehrung.

Nutzen Sie gelegentlich auch die heißeren Programme, selbst wenn Sie umweltbewusst handeln möchten. Ein Hochtemperatur-Zyklus alle zwei Wochen kann bereits einen großen Unterschied machen und hartnäckige Ablagerungen in Schach halten.

Wann die Hygiene der Spülmaschine besondere Bedeutung hat

Leben im Haushalt Personen mit geschwächtem Immunsystem, ältere kranke Angehörige, kleine Kinder nach schweren Krankenhausaufenthalten oder jemand unter immunsuppressiver Behandlung, wird die regelmäßige Reinigung der Spülmaschine mehr als nur eine Frage der Bequemlichkeit. In solchen Fällen ist es ratsam:

  • häufiger heiße Programme zu starten,
  • den Filter konsequent jede Woche zu reinigen,
  • bei sichtbarem schwarzen Belag an den Dichtungen einen Austausch zu erwägen,
  • schmutziges Geschirr nicht lange in der geschlossenen Spülmaschine stehen zu lassen.

Bei ausgeprägtem Schimmelbefall kann auch die Konsultation eines Servicetechnikers hilfreich sein, der den Zustand des Geräts und seiner Gummiteile besser beurteilen kann.

Die Spülmaschine ist kein Sterilisator – und wie Sie damit umgehen

Viele Menschen betrachten die Spülmaschine unterbewusst als häuslichen Sterilisator: „Was aus der Spülmaschine kommt, muss perfekt sauber sein.“ Tatsächlich funktioniert sie eher wie eine sehr leistungsstarke Geschirrwaschmaschine – sie entfernt die meisten Verunreinigungen und große Mengen an Mikroorganismen, aber nicht alle. Und das ist normal, solange das Gleichgewicht zwischen Sauberkeit und vernünftiger Gerätepflege erhalten bleibt.

In der Praxis bedeutet das: Statt Angst vor dem Besitz einer Spülmaschine zu haben, ändern Sie die Perspektive. Es handelt sich um ein Werkzeug, das mit etwas Aufmerksamkeit das Leben erheblich erleichtert – und bei völliger Vernachlässigung gegen seine Benutzer arbeitet. Die drei beschriebenen Schritte – Dichtung, Filter, Sprüharme plus heißer Zyklus – bilden einen einfachen häuslichen Hygieneplan, der problemlos einmal wöchentlich oder monatlich in die Routine integriert werden kann.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

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