Geschirrspüler als Bakterienbombe? 3 einfache Schritte

Ihr Geschirrspüler soll Teller und Gläser strahlend sauber machen, doch im Inneren bildet sich häufig eine Schicht aus Schimmel und Bakterien, die mit bloßem Auge nicht erkennbar ist.

Experten warnen vor einer beunruhigenden Tatsache: Nahezu jede Spülmaschine im Haushalt verwandelt sich mit der Zeit in einen Zufluchtsort für Mikroorganismen. Zum Glück gibt es einige unkomplizierte Routinemaßnahmen, die dieses verborgene Problem deutlich eindämmen können.

Ihr Geschirrspüler ist keineswegs so hygienisch, wie er scheint

Eine vor einigen Jahren durchgeführte Untersuchung an haushaltsüblichen Spülmaschinen brachte etwas ans Licht, das die meisten Besitzer lieber nicht wüssten. An sämtlichen untersuchten Gummidichtungen wurde ein sogenannter Biofilm entdeckt – eine fest anhaftende Schicht aus Pilzen und Bakterien.

In der Praxis bedeutet das nur eines: Selbst ein Geschirrspüler, der von außen tadellos wirkt, ähnelt im Inneren eher einem kleinen mikrobiologischen Labor. Eine besonders angenehme Vorstellung ist das gewiss nicht.

Im Biofilm dominierten Hefepilze der Gattung Candida, die in hundert Prozent der getesteten Geräte nachgewiesen wurden. Zusätzlich fanden sich Bakterien der Gattungen Pseudomonas, Escherichia und Acinetobacter. Dabei handelt es sich um sogenannte opportunistische Erreger – normalerweise harmlose Organismen, die jedoch bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem Beschwerden verursachen können.

Forschungen bestätigen, dass praktisch jeder Haushaltsgeschirrspüler an den Dichtungen einen dichten Biofilm beherbergt, der aus Pilzen und Bakterien besteht, die gegen gewöhnliche Reinigungsvorgänge resistent sind.

Weshalb die Spülmaschine ein idealer Lebensraum für schwarze Hefen ist

Das Innere eines Geschirrspülers stellt für die meisten Organismen eine herausfordernde Umgebung dar. Für bestimmte Arten ist es jedoch ein wahres Paradies. Hohe Temperaturen, wechselnde Feuchtigkeit, aggressive Reinigungsmittel, alkalisches Wasser und die Anwesenheit von Salz schaffen ganz spezielle Bedingungen.

Diese Bedingungen selektieren natürlicherweise außerordentlich widerstandsfähige Arten. Das Gummi der Dichtungen dient ihnen als perfekte Grundlage für weitere Ausbreitung.

Wissenschaftler richten ihr besonderes Augenmerk auf sogenannte schwarze Hefen, insbesondere auf die Art Exophiala dermatitidis. Diese Organismen zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, selbst unter extremen Bedingungen zu überleben, die andere Mikroben zuverlässig abtöten würden.

Drei entscheidende Schritte für eine gründliche Reinigung

Die gute Nachricht: Sie müssen kein Mikrobiologie-Experte sein, um Ihren Geschirrspüler effektiv sauber zu halten. Regelmäßige Pflege mit drei simplen Maßnahmen reicht völlig aus, um die mikrobielle Belastung erheblich zu reduzieren.

Schritt 1: Dichtungen systematisch abwischen

Genau an den Gummidichtungen siedeln sich die meisten Mikroorganismen an. Wischen Sie diese Bereiche mindestens einmal pro Woche mit einem sauberen Tuch und etwas Essig oder einem milden Reinigungsmittel gründlich ab. Vergessen Sie dabei nicht die schwer zugänglichen Falten und Ecken.

Dieser einfache Handgriff verhindert, dass sich ein dichter Biofilm überhaupt erst festsetzen kann. Prävention ist hier deutlich wirksamer als spätere Bekämpfungsversuche.

Schritt 2: Heißer Leerlauf einmal monatlich

Lassen Sie Ihre Spülmaschine mindestens einmal im Monat komplett leer bei höchster Temperatur durchlaufen. Geben Sie dabei eine Tasse weißen Essig oder einen speziellen Maschinenreiniger hinzu.

Die Kombination aus Hitze und Reinigungsmittel löst Ablagerungen und dezimiert vorhandene Mikroorganismen wirksam. Dieser Vorgang funktioniert wie eine Grundreinigung für das gesamte System.

Schritt 3: Filter regelmäßig kontrollieren und säubern

Der Filter am Boden des Geschirrspülers fängt Speisereste auf und bietet Bakterien reichlich Nahrung. Entnehmen Sie ihn alle zwei Wochen, spülen Sie ihn unter fließendem Wasser ab und bürsten Sie hartnäckige Rückstände gründlich weg.

Ein sauberer Filter verbessert nicht nur die Hygiene, sondern auch die Reinigungsleistung Ihres Geräts. Verstopfte Filter sind oft der Hauptgrund für unbefriedigende Spülergebnisse.

Zusätzliche Tipps für langfristige Sauberkeit

Lassen Sie die Tür nach jedem Spülgang einen Spaltbreit offen stehen. Dadurch kann Feuchtigkeit entweichen und die Bildung von Schimmel wird erschwert. Auch das regelmäßige Entfernen grober Essensreste vom Geschirr vor dem Einräumen reduziert die Nährstoffzufuhr für unerwünschte Bewohner.

Achten Sie darauf, dass Salz und Klarspüler stets aufgefüllt sind. Diese Mittel unterstützen nicht nur die Reinigungsleistung, sondern beeinflussen auch die Umgebungsbedingungen im Gerät ungünstig für bestimmte Mikroorganismen.

Wann Sie professionelle Hilfe in Betracht ziehen sollten

Wenn trotz regelmäßiger Reinigung unangenehme Gerüche bestehen bleiben oder Sie sichtbare schwarze Flecken an Dichtungen entdecken, kann eine professionelle Wartung notwendig sein. Manchmal sind tiefer liegende Ablagerungen oder technische Defekte die Ursache.

Bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem kann es sinnvoll sein, die Reinigungsintervalle zu verkürzen oder zusätzliche desinfizierende Maßnahmen zu ergreifen. Im Zweifelsfall lohnt sich die Rücksprache mit einem Fachmann.

Die unsichtbare Gefahr ernst nehmen

Die Tatsache, dass sich in praktisch jedem Geschirrspüler mikrobielle Gemeinschaften ansiedeln, mag zunächst alarmierend wirken. Doch mit konsequenter und richtiger Pflege lässt sich das Problem sehr gut beherrschen.

Die drei beschriebenen Schritte erfordern weder viel Zeit noch besondere Fachkenntnisse. Sie sind jedoch äußerst wirksam, um Ihre Spülmaschine tatsächlich zu dem hygienischen Gerät zu machen, als das sie gedacht ist. Ein paar Minuten Aufmerksamkeit pro Woche machen den entscheidenden Unterschied.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

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