Elektriker warnt: Diese Geräte niemals ans Verlängerungskabel anschließen

Verlängerungskabel gehören mittlerweile zur Standardausstattung in nahezu jedem Haushalt. Sie sind praktisch, erschwinglich und meist die erste Wahl, wenn die nächste Steckdose außer Reichweite liegt. Doch bestimmte Elektrogeräte haben an einer Kabeltrommel absolut nichts zu suchen. Und das steht nicht nur aus reiner Vorsicht auf dem Etikett. Es geht um echte Sicherheit. Welche Haushaltsgeräte sollten Sie also auf keinen Fall über ein Verlängerungskabel betreiben – und weshalb ist das so gefährlich?

Manche Dinge machen wir einfach, ohne weiter nachzudenken. Zum Beispiel stecken wir die Mikrowelle oder die Heißluftfritteuse schnell mal in ein Verlängerungskabel, weil die Wandsteckdose zu weit entfernt ist. Kaum jemand ahnt jedoch, welchen Risiken er sich damit unbewusst aussetzt. Wir wollen nicht übertreiben, aber die Warnungen von Elektrofachleuten sind keineswegs als Scherz gemeint.

Verlängerungskabel sind in erster Linie für Geräte mit geringem Stromverbrauch konzipiert, etwa Handyladegeräte, Schreibtischlampen, Laptops oder Tablets. Sobald Sie jedoch ein leistungsstarkes Gerät anschließen, das deutlich mehr Energie benötigt, begeben Sie sich auf dünnes Eis. Eine solche Belastung kann das Kabel überlasten, zur Überhitzung führen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen.

Vorsicht bei Heißluftfritteusen und Frittiertöpfen

Heißluftfritteusen haben klassische Frittiertöpfe zunehmend verdrängt. Viele Menschen schätzen sie wegen ihrer Schnelligkeit, Handlichkeit und der gesünderen Zubereitung von Speisen. Genau diese Geräte verfügen jedoch über eine hohe Leistungsaufnahme, die ein gewöhnliches Verlängerungskabel schlicht überfordern kann. Eine Standardverlängerung aus dem Supermarkt verkraftet in der Regel maximal 2300 W bei 10 A oder 3680 W bei 16 A.

Eine Heißluftfritteuse verbraucht problemlos über 2000 W. Wenn Sie zusätzlich noch einen Wasserkocher oder Toaster einschalten, kann sich das Kabel gefährlich erhitzen. Die Isolierung beginnt zu schmelzen, es drohen Kurzschluss oder sogar Feuer. Deutlich sicherer ist es daher, Frittiertöpfe und ähnliche Geräte stets direkt an eine Wandsteckdose anzuschließen.

Mikrowellen gehören direkt an die Wand

Ein weiteres problematisches Haushaltsgerät ist die Mikrowelle. Auch sie kann enorme Energiemengen verbrauchen, besonders wenn sie mit voller Leistung arbeitet. Eine durchschnittliche Mikrowelle erreicht mühelos eine Leistungsaufnahme von etwa 1500 W, größere und leistungsstärkere Modelle sogar noch mehr. Beim Betrieb über ein Verlängerungskabel besteht erneut die Gefahr der Überhitzung.

Elektrofachleute weisen zudem darauf hin, dass Verlängerungskabel meist dünner sind, als es für Geräte mit hohem Strombedarf erforderlich wäre. Wiederholtes Überhitzen kann das Kabel schrittweise beschädigen und im Extremfall zur Selbstentzündung führen. Die Wandsteckdose ist hier die einzig vernünftige Option.

Geschirrspüler brauchen eine eigene Steckdose

Während eines Spül- und Erhitzungszyklus verbraucht ein Geschirrspüler erhebliche Mengen an Strom. Manchmal läuft die Maschine zwar scheinbar unproblematisch, doch sobald die Wassererhitzung einsetzt, schnellt der Verbrauch leicht auf bis zu 2000 W hoch. Eine herkömmliche Kabeltrommel ist für solche Belastungsspitzen keineswegs ausgelegt.

Außerdem zieht ein Geschirrspüler auch im Standby-Modus Energie. Denken Sie daher bereits bei der Küchenplanung voraus und lassen Sie für die Spülmaschine eine eigene Wandsteckdose installieren. Dasselbe gilt übrigens für Warmwasserspeicher, Direktheizgeräte, Heizkörper, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Herde, Backöfen oder Klimaanlagen.

Pflegen Sie Ihr Verlängerungskabel richtig

Achten Sie immer darauf, dass das Kabel vollständig abgerollt ist und nicht verknotet oder aufgewickelt bleibt. Die Verwendung eines aufgerollten Verlängerungskabels unter Last kann dazu führen, dass sich Wärme im Inneren staut, die nirgendwo entweichen kann. Dadurch steigt das Risiko von Überhitzung, Kurzschluss oder Brandentwicklung erheblich.

Kontrollieren Sie Ihre Kabel regelmäßig und achten Sie auf Risse, verhärtete oder brüchige Isolierung. Entdecken Sie solche Schäden, stellen Sie die Nutzung sofort ein. Decken Sie Kabel niemals mit Decken oder Teppichen ab und verlegen Sie sie nicht an Orten, wo Feuchtigkeit herrscht oder Nässe eindringen könnte. Kabel für den Außenbereich sollten ausdrücklich für diese Verwendung gekennzeichnet sein.

Während für den Innenbereich die meisten Kabel geeignet sind, sollten wir für den Außeneinsatz Modelle wählen, die mindestens mit IP44 gekennzeichnet sind. Diese Kennzeichnung gibt den Schutzgrad gegen das Eindringen von Staub und vor allem Feuchtigkeit an und gewährleistet die sichere Nutzung beispielsweise auch auf leicht feuchtem Rasen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Leitung wasserdicht ist, also dass sie sicher bei Regen oder gar unter Wasser verwendet werden kann.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

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