293 Risikogene entdeckt: DNA bestimmt Depression mit

Genetischer Fingerabdruck der Depression: Was die größte Studie enthüllt

Ein internationales Forscherteam hat genetische Informationen von über fünf Millionen Menschen zusammengetragen. Das Ergebnis? Hunderte DNA-Abschnitte, die die Anfälligkeit für depressive Episoden erhöhen. Es handelt sich um eine der umfangreichsten psychiatrischen Untersuchungen in der Geschichte der Genetik.

Die Wissenschaftler identifizierten insgesamt 293 genetische Varianten, die einzeln unauffällig wirken. Zusammen bilden sie jedoch ein deutliches Risikoprofil. Diese Erkenntnis könnte künftig dabei helfen, Behandlungen auf den individuellen Patienten abzustimmen.

Der genaue Untersuchungsgegenstand der Studie

Die im renommierten Fachjournal Cell veröffentlichte Forschungsarbeit konzentrierte sich auf die sogenannte schwere depressive Störung (major depressive disorder – MDD). Dabei handelt es sich um die schwerste und häufig wiederkehrende Form von Stimmungsstörungen.

Die Forscher analysierten genetisches Material von Teilnehmern aus 29 Ländern weltweit:

  • 688.808 Personen mit diagnostizierter Depression
  • 4,3 Millionen Personen ohne Depressionsdiagnose
  • Insgesamt 29 beteiligte Staaten

Eine so umfangreiche Stichprobe ermöglichte es, 293 bisher unbekannte genetische Varianten zu erfassen, die mit Depression in Verbindung stehen. Keine davon hat allein einen dramatischen Einfluss. Gemeinsam fügen sie sich jedoch zu einem Mosaik erhöhten Risikos zusammen.

Depression ist keine Frage eines einzelnen Gens

Die Forschung liefert eine fundamentale Erkenntnis. Eine starke Veranlagung zu depressiven Zuständen entsteht nicht durch ein einzelnes „defektes“ Gen. Sie entwickelt sich durch die Kombination hunderter kleiner DNA-Abweichungen, die sich ähnlich wie Punkte auf einer Skala addieren.

Diese Perspektive verändert die Art, wie wir über psychische Gesundheit nachdenken. Es geht nicht um ein schwarz-weißes „du hast oder hast keine Depression“. Das Risiko ist abgestuft und hängt sowohl von der Genetik als auch von der Umgebung ab, in der ein Mensch lebt.

Warum diese Studie bahnbrechend ist

Es geht nicht nur um die Anzahl der Teilnehmer. Der entscheidende Fortschritt liegt in der ethnischen Vielfalt der untersuchten Stichprobe. Frühere genetische Studien in der Psychiatrie konzentrierten sich überwiegend auf Personen europäischer Herkunft. Diese Forschung bezog Populationen aus der ganzen Welt ein.

Dadurch sind die Ergebnisse auf eine deutlich breitere Personengruppe anwendbar. Eine personalisierte Behandlung von Depressionen basierend auf dem genetischen Profil wird damit zu einer realistischeren Möglichkeit für Patienten unterschiedlicher Herkunft.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

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