Samsung präsentiert weiterhin seine diesjährigen Smartphone-Neuheiten. Nach den Premium-Modellen der Galaxy S26-Reihe folgt nun die Mittelklasse mit dem Galaxy A37 und Galaxy A57. Beide Neuerscheinungen beeindrucken mit großzügigen Displays, die nahezu identische Spezifikationen aufweisen, sowie einer vergleichbaren Kamerakonfiguration. Die Unterschiede zeigen sich hingegen bei den verwendeten Materialien und der Rahmenbreite rund um den Bildschirm.
Nahezu identische Bildschirme bei beiden Modellen
Die Displays bleiben wie schon bei den Vorgängermodellen ein zentrales Verkaufsargument. Beide Varianten präsentieren sich mit einer Diagonale von 6,7 Zoll und setzen auf AMOLED-Technologie. Auch die Auflösung von 1080 × 2340 Pixel sowie die Bildwiederholrate von 120 Hz sind identisch. Das A57 nutzt allerdings ein fortschrittlicheres Super AMOLED+ Panel mit HDR10+-Unterstützung, während das A37 mit klassischem Super AMOLED ausgestattet ist.
Die maximale Helligkeit erreicht beeindruckende 1.900 Nits, was selbst bei direkter Sonneneinstrahlung eine ausgezeichnete Ablesbarkeit gewährleistet. Der markanteste Unterschied bleibt jedoch in den breiteren Displayrändern beim günstigeren A37-Modell erkennbar.
Neue Chipsätze mit evolutionärer Verbesserung
Samsung setzt auf aktualisierte Prozessoren: Das Galaxy A57 arbeitet mit dem Exynos 1680, während das Galaxy A37 auf den Exynos 1480 vertraut. Der Leistungsunterschied fällt diesmal deutlicher aus, auch dank der moderneren Kern-Architektur beim A57. Dennoch handelt es sich im Vergleich zu den Vorjahresmodellen eher um eine schrittweise Weiterentwicklung – eine Beobachtung, die auch für die Flaggschiff-Serie Galaxy S26 gilt.
Die Speicherkonfigurationen entsprechen der gehobenen Mittelklasse: Das Galaxy A37 startet mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher, erhältlich ist auch eine Version mit 8 GB RAM und maximal 256 GB. Das A57 beginnt bei 8 GB RAM und reicht bis zu 12 GB, wobei der Speicher bis 512 GB erweitert werden kann. Samsung bietet damit erstmals in dieser Reihe 512 GB Speicher und 12 GB Arbeitsspeicher an. Diese Topvariante nähert sich preislich allerdings stark dem Basismodell S26 an, was ihre Attraktivität deutlich schmälert.
Kameraausstattung ohne große Überraschungen
Bei der Fotoausstattung bleibt Samsung konservativ, wobei durchaus Unterschiede existieren. Beide Modelle verfügen über einen 50-Megapixel-Hauptsensor mit Blende f/1.8 und optischer Bildstabilisierung. Unterschiede zeigen sich beim Ultraweitwinkelmodul – das A37 bietet 8 Megapixel, das A57 hingegen 12 Megapixel. Der Makrosensor ist bei beiden identisch mit 5 Megapixel ausgeführt. Keines der Modelle verfügt über ein Teleobjektiv.
Videoaufnahmen gelingen beiden in 4K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde. Optische Stabilisierung und die bewährten Software-Funktionen, die Samsung seit Jahren anbietet, sind selbstverständlich vorhanden.
Große Akkus ohne kabelloses Laden
Die Akkus weisen in beiden Modellen eine Kapazität von 5.000 mAh auf und unterstützen Schnellladen mit bis zu 45 Watt. Eine der gravierendsten Schwächen beider Smartphones bleibt das völlige Fehlen kabelloser Ladefunktion. Bei Geräten, deren Preis sich der 20.000-Euro-Marke annähert, ist dies ein unbestreitbarer Minuspunkt.
Preisgestaltung als größte Hürde
Die Preisänderungen könnten tatsächlich zum größten Hindernis für die neu vorgestellten Smartphones werden. Während die Fünfziger-Reihe Galaxy Ax in den vergangenen Jahren bei einem Einstiegspreis von 12.000 Euro lag, verlangt Samsung nun tausend Euro mehr. Besonders kritisch wird es bei der leistungsstärksten Variante, die satte 19.000 Euro kostet.
Auch die Basisversion A37 wurde um tausend Euro teurer und schlägt in der Konfiguration 6 GB/128 GB mit knapp 10.500 Euro zu Buche. Betrachtet man die Konkurrenz in diesen Preisklassen, gehören die neuen Samsung-Modelle keinesfalls zu den attraktivsten Angeboten.
Überlegene Alternativen zum gleichen Preis
Zahlreiche Konkurrenzprodukte bieten in vergleichbaren Preissegmenten deutlich mehr Leistung und Ausstattung. Manche Alternativen punkten mit doppeltem Speicherplatz, größerem Arbeitsspeicher und zusätzlichen Kameramodulen wie Teleobjektiven. Andere überzeugen durch erheblich höhere Rechenleistung, während wieder andere mit kabellosem Laden und hochwertigeren Displays ausgestattet sind.
Besonders interessant wird der Vergleich mit Vorjahresmodellen der Premium-Serien anderer Hersteller, die mittlerweile preislich attraktiver positioniert sind und dennoch überlegene Spezifikationen bieten. Die fehlende Telelinse bei beiden Samsung-Modellen wiegt besonders schwer, wenn man bedenkt, dass viele Mitbewerber selbst in niedrigeren Preisklassen mindestens einen zweifachen optischen Zoom integriert haben.
Samsung hat mit dem Galaxy A37 und A57 solide Mittelklasse-Smartphones präsentiert, die jedoch angesichts der gestiegenen Preise und fehlender Schlüsselfunktionen wie kabelloses Laden oder Teleobjektiv einen schweren Stand haben werden. In einem hart umkämpften Markt dürften viele Verbraucher zu günstigeren oder besser ausgestatteten Alternativen greifen.













